
Wir verfassen eine professionelle E-Mail, lesen sie ein letztes Mal durch, und der Zweifel kommt auf: Soll man „les voici“ oder „les voicis“ schreiben? Diese Frage taucht häufig auf, weil unser Reflex darin besteht, den Plural bei jedem Wort zu markieren, das mit einer Gruppe im Plural einhergeht. Im Französischen ist voici ein unveränderliches Wort: Es erhält niemals ein „s“, unabhängig von der Anzahl der präsentierten Elemente.
Warum wir zwischen voici, voilà und les voici in einem Satz zögern
Das Problem liegt nicht an einem Mangel an Vokabular. Es liegt daran, dass „voici“ einem konjugierten Verb ähnelt. Historisch gesehen ist das Wort eine Kontraktion von „vois ici“. Diese verbale Herkunft führt dazu, dass man es anpassen möchte, genau wie man ein Partizip Perfekt anpassen würde.
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In der Praxis verwechseln wir drei verschiedene Verwendungen, die nicht dieselbe Funktion im Satz haben:
- Voici dient dazu, etwas Nahegelegenes vorzustellen, das wir zeigen oder gleich näher erläutern werden. „Voici les documents que vous avez demandés“ führt ein neues Element in das Gespräch ein.
- Voilà bezeichnet eher das, was bereits bekannt, weiter entfernt oder worüber wir gerade gesprochen haben. „Voilà les résultats de l’audit“ schließt eine Erwartung ab. Es wird auch verwendet, um das Vorangegangene zusammenzufassen.
- Les voici bezieht sich auf eine bereits von beiden Gesprächspartnern identifizierte Gruppe. Wenn jemand fragt: „Wo sind die Schlüssel?“, antworten wir „Les voici“, während wir sie übergeben. Das Pronomen „les“ ersetzt den Namen, und „voici“ bleibt unverändert.
Wir finden einen detaillierten Artikel über die Schreibweise von les voici und les voicis, der diese Logik bestätigt: Es ist der Kontext um das Wort herum, der den Plural trägt, nicht „voici“ selbst.
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Voici im Plural: Die Rechtschreibregel, die man beachten sollte
Die Regel lässt sich in einem Satz zusammenfassen. Voici ändert sich niemals in seiner Form. Singular, Plural, maskulin, feminin: Man schreibt immer „voici“, ohne Buchstaben hinzuzufügen.
Es sind die Wörter, die um „voici“ kreisen, die sich normalerweise anpassen:
- Der Artikel passt sich an: „voici les rapports“, „voici une proposition“.
- Das folgende Nomen erhält die Pluralmarke: „voici les factures“.
- Das Adjektiv, das dieses Nomen beschreibt, passt sich ebenfalls an: „voici les nouvelles conditions“.
- Das folgende Verb in einem Relativsatz passt sich seinem Subjekt an: „voici les dossiers qui sont prêts“.
Die Form „voicis“ existiert in keinem Referenzwörterbuch. Wenn Sie sie irgendwo sehen, ist das ein Fehler.
Fall des Pronomens, das vor voici steht
Wenn ein Ergänzungspronomen „voici“ vorausgeht, bleibt die Logik gleich. Man schreibt „les voici“, „nous voici“, „me voici“. Das Pronomen trägt die Information über Zahl oder Person. „Voici“ bleibt fest.
Nehmen wir eine konkrete Situation: Ein Kollege sucht Etiketten in einem Karton. Wir finden sie und sagen „Les voici“. Niemand würde „Les voicis“ schreiben, und das aus gutem Grund: keine grammatikalische Regel rechtfertigt diese Hinzufügung.
Voici oder voilà: wann man das eine dem anderen vorzieht
Die Konkurrenten behandeln hauptsächlich die Schreibweise, aber die wahre Schwierigkeit im Alltag liegt in der Wahl zwischen „voici“ und „voilà“. In alltäglichen Gesprächen hat „voilà“ deutlich die Oberhand gewonnen, selbst dort, wo „voici“ passender wäre.
Die klassische Unterscheidung beruht auf der Nähe. „Voici“ führt das ein, was kommt, was nahe ist oder was folgen wird. „Voilà“ verweist auf das, was bereits vergangen, weiter entfernt oder bereits erwähnt wurde. In der beruflichen Korrespondenz kündigt „voici le devis“ ein angehängtes Dokument an, während „voilà le devis dont nous avions parlé“ einen früheren Austausch in Erinnerung ruft.
Konkrete Beispiele zur Entscheidung
Direkte Präsentationssituation: Man reicht einen Gegenstand, man zeigt eine Person. „Voici mon associé, Marc.“ Wir präsentieren ihn hier und jetzt.
Erinnerungssituation: Wir schließen einen bereits angesprochenen Punkt ab. „Voilà ce que nous proposons.“ Wir schließen ein Argument ab.
Situation der pronominalen Wiederholung: Jemand fragt nach den Protokollen, wir bringen sie. „Les voici.“ Das Pronomen „les“ ersetzt „les comptes rendus“, und „voici“ spielt seine Rolle der unmittelbaren Präsentation.
Im Zweifel funktioniert „voici“, wenn man zeigt, „voilà“, wenn man zusammenfasst. Die Rückmeldungen zu diesem Punkt variieren je nach Grammatikern, aber diese Unterscheidung bleibt die zuverlässigste für den alltäglichen Gebrauch.

Häufige Fehler mit voici in einem geschriebenen Text
Über die Form „voicis“ hinaus treten in professionellen Texten und schulischen Aufsätzen weitere Ungeschicklichkeiten auf.
Der erste Fehler besteht darin, nach „voici“ in der Mitte eines Satzes ein Großbuchstaben zu setzen. „Voici“ erfordert keinen Großbuchstaben beim folgenden Wort, es sei denn, es handelt sich um einen Eigennamen. Man schreibt „voici les résultats“, nicht „voici Les résultats“.
Der zweite Fehler betrifft die Übereinstimmung des folgenden Verbs. In „voici les candidats qui ont été retenus“ passt sich das Verb „ont été retenus“ an „candidats“ an, nicht an „voici“. Das grammatikalische Subjekt bleibt der Name, nicht das Präsentativ.
Der dritte betrifft die Zeichensetzung. Man sieht manchmal „voici : les pièces jointes“. Die Doppelpunkte nach „voici“ sind in den meisten Fällen überflüssig, da „voici“ bereits das Folgende einführt. Man behält sie nur, wenn eine lange Aufzählung folgt, aus Gründen der Lesbarkeit.
Es genügt, sich daran zu erinnern, dass „voici“ als ein unveränderliches und direktes Präsentationswerkzeug funktioniert, um die meisten dieser Fallen zu vermeiden. Der Plural wird um das Wort herum gebildet, niemals auf ihm.